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Die Geschichte der RED ARMY
Die Geschichte der RED ARMY ist eigentlich recht undurchsichtig. Im Jahre 1981 oder 1982 entstand diese Vereinigung. Einige Leute aus dem Umkreis trafen sich regelmäßig im Stadion und in Trockau im Tanzsaal. Irgendwann wurde ein Stammtisch in Neuhaidhof eingerichtet, wo man auf den genialen Namen RED ARMY kam. Der Fanclubname entstand nach einem Fernsehbericht über Englische Fußballfans und über den FC Liverpool, die auf der "INSEL" nur als "RED ARMY bekannt sind. Nach dem Sieg des Europapokals der Landesmeister 1977 gegen Gladbach titelte die "Sun" auf der ersten Seite in großen "Lettern" "Thanks RED ARMY"
Nach diesem Bericht entstand wohl auch der Fanclubname. Einige alteingesessene Mitglieder tragen heute noch den Schal des FC Liverpool. Fanclub konnte man zu dieser Vereinigung in der Anfangszeit noch nicht sagen, es war eher eine Interessengemeinschaft. Es wurden auch 2 Fahnen angefertigt, eine, die in jedes Stadion mitgenommen wurde und die andere war festinstalliert in der Kneipe. Die Kneipenfahne ist heute noch Existent, die Stadion Fahne, die am Schluß schon recht ramponiert war, wurde beim Freundschaftsspiel im Januar 98 gegen Schalke 04 gestohlen. Der idielle Wert dieser Fahne war natürlich groß, hingen doch viele Erinnerungen an diesem Teil. So war die Fahne bei allen großen Highlights dabei. Beim Pokalfinale 1982 in Frankfurt, beim Aufstieg 1984 gegen Kassel, beim UEFA - Cup Auswärtsspiel in Rom, bei der WM in Amerika oder der EM in England, bei der Eishocky WM in Wien, ja selbst in Egelsbach und Weismain wurde sie gehießt. Der Verlust schmerzte doch sehr. Die neue Fahne wurde zwar der alten fast identisch angeglichen, es fehlen aber einfach noch die Erinnerungen daran. Naja in 20 Jahren sieht es vielleicht anders aus.
Über 14 Jahre regierte die RED ARMY als „wilder“ Fanclub. Erst im Jahre 1995 entschloß man sich, offizell beim 1. FC Nürnberg eintragen zu lassen. Dies geschah am 4. April 1995!! Etwas stolz kommt auf, daß die RED ARMY einer der ersten Fanvereinigungen in der Nürnberger Geschichte war. Auch wenn der offizielle Eintrag fehlt, wir waren doch vorhanden. Einen Namen in der Fanszene machten wir uns aber erst in den 90er Jahren, was natürlich auch mit der Fanzine „RED ARMY NEWS“ zusammenhängt, die im Jahre 1994 zum ersten mal erschien und am heutigen Tag mit der Nr. 15 immer noch zum Verkauf angeboten wird. Und da haben wir das nächste Prädikat, daß sich die RED ARMY an die Brust heften kann. Die RED ARMY NEWS ist zur Zeit die dienstälteste Fanzine in Nürnberg, dicht gefolgt vom Leuchtturm.
Die RED ARMY gilt auch als ungewollter Ideengeber der Block 8 Aktion, der sich jetzt mittlerweile ca. 400 Menschen angeschlossen haben. Die „ARMY“ hatte nach dem Abstieg aus der 1. Liga den Block 7 den Rücken gekehrt und ist auf dem 8er gezogen, wo schon ein Teil der Mitglieder saßen. Und immer wenn im Block 7 tote Hose angesagt war, kam aus 15 - 20 RED ARMY - Kehlen ein unüberhörbares „FCN, FCN.....“! Der entgültige Auslöser, daß die einsamen Schreier der „RED ARMY“ Unterstützung bekamen, war das Regionalligaspiel gegen Bayern München Amateure. In der Südkurve hatten sich ein 200 Mann starker Bayern Mob gebildet und zelebrierte Stimmung vom feinsten. Was natürlich in der Nordkurve blanken Frust auslöste, das uns diese Idioten etwas vormachten. Aus unserem Fanblock kam außer „Wir wollen keine Bayernschweine“ nichts. Wir von der RED ARMY standen da und brüllten uns wieder einmal die Kehle raus, bis auf einmal der Gobel kam und fragte, ob wir zusammen etwas machen könnten und es versammelten sich in Windeseile ca.70 Leute und versuchten den Deppen auf der Südkurve Parole zu bieten. Von nun an war der Block 8 geboren.
Die RED ARMY hat zur Zeit 56 Mitglieder und nimmt momentan nur Neugeborene auf, da man das ganze noch etwas überschaubar halten möchte. Ein Austritt zu Lebzeiten ist nur unter schwerwiegenden Aspekten möglich. Unsere Mitglieder kommen aus Oberfranken und der Oberpfalz, sowie ein kleiner Teil aus Mittelfranken. Von Nürnberg über Forchheim bis hin nach Speichersdorf sind die RED ARMY`s verstreut. Deshalb verzichten wir auch auf die monatlichen Zusammenkünfte. Zweimal im Jahr halten wir eine zünftige Feier (Weihnachtsfeier - Saisonabschlußfeier) und 2 - 3 mal setzten wir zu Auswärtsspielen einen Bus ein. Ansonsten reisten wir zu den Auswärtsspielen mit dem eigenen PKW, Zug, Suporters Club oder mit der Inge Pesel (Koordination Bezirk VI).
Bei den Heimspielen gehen die Mitglieder aus Franken und der Pfalz getrennte Wege. Unser fränkischer Teil fährt meistens mit dem Zug und stimmt sich vor dem Spiel noch mit ein paar Bierchen im Shamrock ein. Wir von der Oberpfälzer - Abteilung bevorzugen den Pkw und statten vor dem Spiel gelegentlich dem Gärtla (nicht wegen den langbeinigen Mädels, sondern wegen den guten Weizen) einen Besuch ab, oder marschieren in die Turnhalle und nehmen an der Fragestunde mit dem Präsidium teil, oder wir stehen vor der Nordkurve und lassen uns von dem ganzen Flair inspirieren. Da zuviel Inspiration recht trocken ist, trinken wir noch ein paar Tucher dazu.
Dies ist also die eindrucksvolle Geschichte eines Fanclubs, der jahrelang gar keiner war. Wir werden auch weiterhin unseren FCN quer durch Deutschland, ja wenns sein muß sogar quer durch Europa begleiten!
Und sollten wir um den Weltpokal spielen, dann fliegen wir halt auch nach Tokio!! Wenn`s sein muß!!!!!!
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